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Abschnittsanitätstag 2022


Um bei Einsätzen mit verunfallten Personen bestens gerüstet zu sein, steht in regelmäßigen
Abständen für die Kamerad:innen in der jeweiligen Feuerwehr eine Sanitätsschulung auf dem
Programm.

Im November organisierte der Sanitäts-Bereichsbeauftragte und Sanitätsbeauftragte des Abschnitt 3
BI d. S. Stefan Fuchsbichler gemeinsam mit dem Sanitätsbeauftragten der FF Hallersdorf LM d. S.
Bernd Ofner und Bereichsfeuerwehrarzt Dr. Johannes Heidinger einen Ausbildungstag für die
Kamerad:innen der acht Feuerwehres (Gaisfeld, Hallersdorf, Köppling, Krottendorf, Ligist,
Mooskirchen, Söding und Steinberg) des Abschnitt 3.
Jedem Feuerwehrmitglied sollte es möglich sein, die lebensrettenden Sofortmaßnahmen
durchführen zu können. Bei Einsätzen, in der Zeit bis zum Eintreffen der Rettung, als bestmögliche
Verstärkung und Unterstützung der Rettungssanitäter bis zum Abtransport des Patienten mit dem
Rettungswagen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Kommandant-Stellvertreter der gastgebenden Feuerwehr
Steinberg OBI Gerhard Pauritsch, referierte Bereichsfeuerwehrarzt Dr. Johannes Heidinger über das
Thema internistische Notfälle sowie über die daraus resultierenden Maßnahmen zur
Patientenbetreuung.

Bereichsfeuerwehrarzt Dr. Johannes Heidinger

Für den praktischen Teil wurden die insgesamt 36 teilnehmenden
Kamerad:innen in drei Gruppen aufgeteilt, welche im Stationsbetrieb alle drei Stationen absolvieren
mussten. Die Stationen wurden von Orts-Sanitätsbeauftragte der einzelnen Ortsfeuerwehren
betreut.
Station 1:
Bei dieser Station wurden die richtige Handhabung des Spineboards und die patientenschonende
Rettung einer Person aus einem Fahrzeug trainiert. Mit Hilfe eines KEDRettungskoretts, welches immer in Verbindung mit einer HWS-Schiene (Stifneck) verwendet wird,
wurde der Patient an Rumpf und Kopf fixiert um so die Wirbelsäule und die Halswirbelsäule zu
stabilisieren. Durch Anlegen einer Rettungsboa konnte der Patient schonend auf das Spineboard
gezogen werden.

Station 2:
Die Reanimation eines Patienten wurde an einer Übungspuppe trainiert. Hierbei wurde besonders
auf die richtige Intensität und Regelmäßigkeit der Wiederbelebungsmaßnahmen geachtet.


Station 3:
Stationsschwerpunkt war die Kontrolle der Lebensfunktionen und die verschiedenen Lagerungsarten
als Maßnahme spezieller Notfälle wie zum Beispiel bei starken Blutungen, Brust-, Bauch-, Schädelund Hirnverletzungen, Schock und je nach Ursache der Bewusstlosigkeit. Die strukturierte
Patientenbeurteilung wurde mittels ABC(DE)-Schema geübt. Hierbei wurden Atemwege (Airway), die
Atmung selbst (Breathing) und der Blutkreislauf (Circulation) kontrolliert. Ein weiteres Schulungsziel
war das Anlegen von Verbänden am Beispiel eines Armbruches sowie das korrekte Anlegen einer
HWS-Schiene (Stifneck).
Hinweis: Auf die im Sanitätseinsatz notwendige Verwendung von Einweghandschuhen wurde bei
dieser Schulung teilweise verzichtet.


(Text: OLM d.V. Ing. Christian Gröblbauer)

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